Theaterfotografie - Was den Abend überdauert
»Man muss das Theater unter der Haut haben. Die Visualität der Aufführung muss mit Demut eingefangen werden.«
Roman Polášek
»Der Theaterfotograf bekommt alles vorgegeben. Das Lichtdesign, das Setting (Kulisse), die Modelle (Schauspieler), den genauen Ablauf (die große Unbekannte) und die Spieldauer – das steht alles von Haus aus fest. Der Fotograf muss in hoher Anspannung und mit dem Einsatz aller seiner Sinne höchstkonzentriert arbeiten. Nur so kann er Ergebnisse erhalten, die den Visionen von Regie, Dramaturgie, Schauspiel entsprechen und einen guten Gesamteindruck über das aufgeführte Stück liefern. Das dokumentarische Festhalten des Geschehens auf der Bühne ist eine spannende Herausforderung, denn es gibt keine Chance auf Wiederholungen. Wird ein Moment verpasst, ist er vergangen. Der Fotograf muss stundenlang sehr schnell reagieren. Er ist ständig am Justieren der Kameraeinstellungen – und am Schauen. Er muss zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Standort stehen und im richtigen Moment abdrücken, um das Wichtige einzufangen.
Er muss faktisch vorausahnen, was als Nächstes auf der Bühne passieren könnte.«
Michaela Krauss-Boneau








































































































